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		<title>Serie: Schau auf Dich! Die verpfändeten Organe- Teil 3</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 17:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MR Dr. Maher Damen-Barakat</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lesenswert Teil 3 2013</p>
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		<title>Serie: Schau auf Dich! Die verpfändeten Organe- Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 14:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MR Dr. Maher Damen-Barakat</dc:creator>
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		<title>Serie: Schau auf Dich! Die verpfändeten Organe- Teil 1</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 14:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MR Dr. Maher Damen-Barakat</dc:creator>
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		<title>Wiener Hausarzt als Mittler zwischen Schul-und Ganzheitsmedizin</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 14:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MR Dr. Maher Damen-Barakat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Medical Tribune Nr. 46 / Freitag, 17. November 2000</p>
<p>Wiener Hausarzt als Mittler zwischen
Schul- und Ganzheitsmedizin
WIEN – Eher ungewöhnlich, dass Ende der 50er Jahre in Nablus – damals noch Königreich Jordanien – eine Sängerin in arabischer Sprache Wiener Lieder vorträgt und damit auch
bei Teenagern Furore macht. Zu ihren Fans gehörte damals auch Maher Damen-Barakat, der in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medical Tribune Nr. 46 / Freitag, 17. November 2000</p>
<p><strong>Wiener Hausarzt als Mittler zwischen<br />
Schul- und Ganzheitsmedizin</strong><br />
WIEN – Eher ungewöhnlich, dass Ende der 50er Jahre in Nablus – damals noch Königreich Jordanien – eine Sängerin in arabischer Sprache Wiener Lieder vorträgt und damit auch<br />
bei Teenagern Furore macht. Zu ihren Fans gehörte damals auch Maher Damen-Barakat, der in Nablus die voruniversitäre Ausbildung erhielt. Der ambitionierte und aufgeweckte Studiosus– im Arabischen hat man natürlich einen anderen Ausdruck dafür – träumte nicht nur von der Sängerin, sondern auch von der Stadt, über die sie so gut singen konnte: von Wien an der Donau.</p>
<p>„Diese Lieder aus und über Wien haben sich bei mir so eingeprägt, dass ich, als die Frage eines Studiums aktuell wurde, ohne viel zu überlegen beschloss, in Wien Medizin zu studieren“, bekennt Dr. Maher Damen-Barakat heute.<br />
Über einen kleinen Umweg hat Dr.Maher Damen-Barakat sein Berufsziel erreicht und ist ausserdem gleich in Wien sesshaft geworden. Kunststück,<br />
hat er doch eine Wienerin geheiratet.<br />
Heute hat der Österreicher beduinischer Abstammung eine gut gehende<br />
Praxis im 23. Wiener Gemeindebezirk,und führt auf Wunsch auch ganzheitsmedizinische<br />
Behandlungen durch. Er fühlt sich als Mittler zwischen der Medizin<br />
des Okzidents und des Orients.<br />
Jetzt hat er ein Buch über die Arabische Naturheilkunde geschrieben.<br />
Grund genug für Medical Tribune, den an der Schwelle zweier Kulturen stehenden<br />
Arzt für Allgemeinmedizin in seiner Wiener Praxis aufzusuchen, um Näheres<br />
über die arabische Medizin zu erfahren.<br />
„Im Juni 1961 kam ich nach Wien. Mir hat es hier gleich sehr gut gefallen, die<br />
im Gedächtnis verbliebenen Wiener Lieder hatten nicht zu viel versprochen.<br />
Eine Sache aber bereitete mir Probleme: Ausser Arabisch beherrschte ich damals<br />
nur einigermassen Englisch, von Deutsch hatte ich keine Ahnung. Ich<br />
habe zwar einen deutschen Sprachkurs besucht, aber den Vorlesungen konnte<br />
ich lange Zeit nicht folgen. Um für meinen Vater nicht allzu viel Geld zu kosten<br />
– zwei meiner sechs Geschwister studierten auch – beschloss ich, vor dem<br />
Medizinstudium noch eine Zwischenstation einzulegen. 1964 liess ich mich<br />
im Wiener AKH zum medizinisch-technischen Analytiker ausbilden. 1967 habe<br />
ich diese Schule erfolgreich abgeschlossen und begann dann unter Prof. Husslein<br />
im Labor der 2. Frauenklinik zu arbeiten. Zehn Jahre war ich also medizinisch-<br />
technischer Assistent, studierte aber gleichzeitig nebenbei Medizin, ab<br />
1972 wieder intensiv.“<br />
1976 hat er sein Berufsziel erreicht. Er promovierte, arbeitete als Assistent und<br />
eröffnete 1980 eine Praxis für Allgemeinmedizin.<br />
Wie beurteilt er heute rückblickend seine Wiener Zeit?<br />
„Ich erlebte hier in Wien eine schöne und herzliche Zeit. An der Uni selbst wurde ich nie benachteiligt. Ressentiments gegen Fremde hat es auch damals<br />
gegeben, nicht aber in dem Ausmass und mit dieser Polarisierung wie heute.“</p>
<p>Wie ist nun Dr. Maher Damen-Barakat zur Ganzheitsmedizin gekommen?</p>
<p>Da habe es zunächst einen langen Entwicklungsprozess<br />
gegeben, meint er. Dann aber sei es zu einem plötzlichen Schub in Richtung Ganzheitsmedizin gekommen: „Schon während meiner Ausbildung zum medizinisch-technischen Assistenten bin ich immer wieder mit der Schulmedizin in Berührung gekommen, erst recht dann während des Medizinstudiums. Aber mit diesem<br />
Ausdruck konnte ich eigentlich nichts richtiges anfangen. Ich weiss natürlich, dass an jeder medizinischen Fakultät der Welt eine gewisse ,Schule’ gelehrt wird, die auf wissenschaftlichen Grundlagen beruht. Diese Schulmedizin bildet eine der Säulen der Medizin und ohne diese Säule gibt es keine Medizin.<br />
Das bedeutet aber nicht, dass es schlecht ist, wenn man sich auch mit der<br />
biologischen Medizin und mit der Erfahrungsmedizin beschäftigt. Ich habe schon während meiner ersten Jahre als Arzt erkannt, dass man aus mehreren Ebenen besteht.<br />
Um erfolgreich zu sein, muss man sich auch mit anderen Ebenen und mit anderen Bereichen beschäftigen können. So ist langsam die Erkenntnis bei mir gereift, dass ich die<br />
Schmerzen meiner Patienten zwar lindern, aber manchmal nicht heilen kann.<br />
Ich habe auch gemerkt, dass wir Ärzte viel zu viel von ,Krankheiten’ sprechen<br />
und dann einfach nicht weiterkommen.<br />
Wir sollten daher lieber von ,kranken Menschen’ sprechen, dann kommen wir weiter.<br />
Wenn wir Ärzte uns auf ,Krankheit’ reduzieren, reduzieren wir auch die Heilung. Es hat mir als pathophysiologisch ausgebildeter Arzt immer weh getan, dass ich meinen kranken Patienten etwas Blockierendes geben muss, um ihre Beschwerden zu lindern. Alle<br />
diese Mittel bringen diese aber nicht auf Dauer zum Verschwinden. Im Körper schlummern sie weiter. Folgerichtig habe ich mir dann gedacht: Gut, mit meinen Mitteln lindere ich die Krankheit für einen begrenzten Zeitraum, z.B. für 24 Stunden. Man kann auch sagen, ich manage sie für diesen Zeitraum. Oder im übertragenen Sinn, dass ich<br />
ihnen ,Krücken’ für eine begrenzte Zeit gebe, dass ich sie aber nicht heilen kann.<br />
Ich bremse die Symptome nur ab. Deshalb verordnen wir Ärzte so viele blockierende Substanzen wie Betablocker, ACE-Hemmer, Prostaglandinantagonisten.<br />
Wir verordnen Virostatika, hemmen die Bakterienausbreitung und können sogar jede Abstossungsreaktion nach Organverpflanzungen unterdrücken.<br />
Das heisst also, ich blockiere immer etwas, was eigentlich fliessen sollte. Das<br />
machen die Naturvölker anders: Sie wollen fliessen lassen. Ist das nun Scharlatanerie,<br />
was ich da propagiere? Ich habe vor zwanzig Jahren Akupunktur gelernt, zu einem Zeitpunkt, als noch alle gesagt haben, das sei Humbug und Scharlatanerie. Jetzt wird sie sogar an den Universitäten gelehrt und ist allgemein anerkannt!“<br />
Die Grenze zur Ganzheitsmedizin hat Dr. Maher Damen-Barakat laut eigener<br />
Angabe vor sechs Jahren überschritten.<br />
Folgendes Erlebnis war dafür ausschlaggebend:<br />
„Ich hatte damals einen Patienten, dem ich wegen einer Allergie dauernd Kortison verschreiben musste.<br />
Der ist eines Tages zu mir gekommen und hat mir gesagt: ,Herr Doktor, Sie haben mir wegen meiner Allergie stets geholfen, dafür bin ich ihnen dankbar.<br />
Ich war aber jetzt in Deutschland und habe da einige Naturheilverfahren kennen<br />
gelernt, darunter auch die Bioresonanz.<br />
Herr Doktor, ich muss Ihnen sagen, das ist ein Traum.’<br />
Eigentlich hätte ich jetzt meinem ehemaligen Patienten sagen müssen, dass<br />
das alles Blödsinn ist. Ich habe das nicht getan, bin nach Deutschland geflogen<br />
und habe mich dort informiert. Ich wollte wissen, ob Schwingungen zwischenmenschlicher Beziehungen wirken oder nicht. Welche Bedeutung haben feinstoffliche Strukturen? Diese feinstofflichen Strukturen und diese Schwingungen<br />
kann man bis jetzt mit keinen Methoden nachweisen. Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht gibt und auch nicht, dass sie schlecht sind. Sie anzuwenden, nennt man Bioresonanztherapie.<br />
Ich arbeite auch mit Holopathie, das bedeutet, dass ich mit der Elektropunktur<br />
arbeite. Ich vermesse bestimmte Punkte im menschlichen Körper und schaue, wo ein energetischer Widerstand besteht. Das gibt mir Auskunft darüber, wo der Mensch nicht so stabil ist. Dann kann ich beginnen, ihn mittels Elektroden zu stabilisieren, die er in die<br />
Hand nimmt. Ausserdem mache ich noch Biofeedback und Magnetfeldtherapie.“<br />
Diese komplementären Methoden wendet Dr. Maher Damen-Barakat nur ausserhalb der normalen Sprechstunden an und hält somit seinen Kassenvertrag peinlich ein. Rund zehn Prozent seiner Klientel entschliessen sich für diese Therapieformen. </p>
<p>Warum hat Dr. MaherDamen-Barakat nun gemeinsam mit Dr. Gert Baumgart ein Buch über die arabische Naturheilkunde geschrieben?<br />
„Schon bald nach meiner Praxiseröffnung habe ich schmerzlich erfahren müssen, dass man mit der Schulmedizin bald an die Grenzen kommt und den Patienten dann nicht mehr helfen kann.<br />
Da habe ich mich an den arabischen Gelehrten und Arzt Rhazes erinnert, der vor 1100 Jahren lebte und der 30 medizinische Werke schrieb. Ein Satz ist mir in Erinnerung geblieben: Die Wahrheit in der Medizin ist ein Ziel, das man nie erreichen kann. Alles, was in den Büchern steht, ist viel weniger wert als die Erfahrungen eines Arztes, der denkt und überlegt. Diese Sätze haben mich sehr beeindruckt, und ich habe lange<br />
darüber nachgedacht. Für mich sendet jeder Kranke, der mir seine Beschwerden<br />
schildert, bestimmte Signale aus. Diese Signale meiner Patienten nehme ich ernst und als Leitlinie meiner Behandlung.<br />
Das haben auch schon die alten arabischen Ärzte so praktiziert. Wie ich schon anfangs sagte, heisst Akupunktur ,fliessen lassen’. Durch dieses ,Fliessen’ nimmt man die Hindernisse weg, die irgendwo einen Meridian blockieren.<br />
Wenn es dann wieder ,fliessen’ kann, aktiviert man die Selbstheilungskräfte des Patienten.“<br />
In seiner ehemaligen Heimat hat der heranwachsende Maher Damen-Barakat<br />
die Volksmedizin der Grossmütter und Mütter kennen gelernt: „Diese arabische<br />
Volksmedizin bringe ich in meine Praxis gerne ein“, erzählt er und zieht den Schluss: „Die Menschen sind heute des ewigen Tabletteneinnehmens müde, und sie suchen nach Naturheilmethoden.<br />
Die Akzeptanz dafür ist vorhanden. Man muss die Patienten aktivieren.<br />
Darin sehe ich auch eines meiner therapeutischen Ziele. Dass es dabei auch<br />
Scharlatane gibt, weiss ich. Die gab’s ebenso in der arabischen Medizin. Damit<br />
muss man als Arzt leben.“<br />
Vorläufig muss der Kollege aus Jordanien vor allem mit der Schulmedizin leben und nach den Leitlinien der Krankenversicherungen seine Therapien durchführen.<br />
Er meint aber trotzdem: „Die Medikamentenpolitik der Kassen ist eine Katastrophe. Als Arzt nur Reparaturarbeiten am Patienten durchzuführen,<br />
ist nicht zielführend. Nur die Krankheit als solche zu behandeln ist zu wenig, man muss vielmehr den kranken Menschen als Ganzes behandeln.<br />
Der Ganzheitsmedizin gehört die Zukunft.<br />
Ich sehe meine Arbeit als eine Dienstleistung, die ich meinen Patienten anbiete.<br />
Die waren es ja auch, die mir diesen Weg gezeigt haben. Ich will sie<br />
beraten und versuchen, sie auch zu heilen. Da muss ich fachüberschreitend<br />
handeln.“<br />
Wie steht Dr. Maher Damen-Barakat nun zur heutigen Hightech-Medizin?<br />
„Die moderne Medizin kann viel bewirken. Denken wir nur an die grossen<br />
Erfolge der Transplantationsmedizin.<br />
Wenn sie aber nur lebensverlängernd wirkt, werden immer mehr Menschen<br />
chronisch krank. Unsere moderne Konsumgesellschaft erzeugt Sehnsüchte.<br />
Diese Sehnsüchte haben heute schon Kinder ab dem 12. Lebensjahr. Ein Ungleichgewicht<br />
zwischen Vernunft und nicht erfüllbaren Sehnsüchten erzeugt kranke Menschen, daher auch kranke Kinder. Da braucht es einen Stabilisator und den bringt die Komplementärmedizin ein.“</p>
<p>Der heute 58-jährige Kollege wälzt auch schon Zukunftspläne. Er wird zwar zum gegebenen Zeitpunkt in Pension gehen, aber weiterhin ärztlich tätig sein:<br />
„In der Pension werde ich mich dann ganz auf die Komplementärmedizin konzentrieren. Mein Traum wäre es, eine Gemeinschaftspraxis zu führen, in der ich mit von mir angestellten Ärzten harmonisch zusammenarbeiten kann&#8221;, meint abschliessend Dr. Maher Damen-Barakat.</p>
<p>Medical Tribune Nr. 46 / Freitag, 17. November 2000</p>
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		<title>Versuch einer Begriffserklärung</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 11:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MR Dr. Maher Damen-Barakat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Um die Bezeichnung Komplementärmedizin zu definieren, müssen eine Reihe von Begrifflichkeiten berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit dieser Art der Medizin verwendet werden. In der wissenschaftlichen Literatur und in den Medien werden Methoden, die außerhalb oder neben der Schulmedizin existieren, oft unter Alternativ- und/oder Komplementärmedizin zusammengefasst.
Daneben bestehen noch die Bezeichnungen Erfahrungsmedizin, Ganzheitsmedizin oder Holistische Medizin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die Bezeichnung Komplementärmedizin zu definieren, müssen eine Reihe von Begrifflichkeiten berücksichtigt werden, die im Zusammenhang mit dieser Art der Medizin verwendet werden. In der wissenschaftlichen Literatur und in den Medien werden Methoden, die außerhalb oder neben der Schulmedizin existieren, oft unter Alternativ- und/oder Komplementärmedizin zusammengefasst.<br />
Daneben bestehen noch die Bezeichnungen Erfahrungsmedizin, Ganzheitsmedizin oder Holistische Medizin, Sanfte Medizin oder Naturheilverfahren. </p>
<p><strong>Die genannten Begriffe sind keineswegs deckungsgleich</strong> und entstammen unterschiedlichen (journalistischen, wissenschaftlichen, gesetzlichen) Verwendungszusammenhängen (Marstedt, Moebus, 2002, S. 5). </p>
<p>Alternativmedizinische Verfahren sind eine heterogene Gruppe mit über 100 verschiedenen Methoden. Alternativmedizin ist ein umstrittener und unscharfer Sammelbegriff von Therapiemethoden, die von der Schulmedizin teilweise nicht anerkannt werden und (oft ausschließlich) alternativ zu dieser eingesetzt werden (vgl. Pschyrembel, 1996, S. 9). </p>
<p><strong>Alternativmedizin wird sowohl von Laien als auch von ÄrztInnen ausgeübt.</strong></p>
<p>Die Bezeichnung <strong>Komplementärmedizin</strong> wird im Pschyrembel (1996) folgendermaßen definiert:</p>
<p>Komplementärmedizin (lat. complementum Ergänzung; […]) f: Bez. für eine medizinische Richtung, die bestimmte diagnostische u. therapeutische Verfahren, die z. T. außerhalb der klassischen Schulmedizin stehen (u. daher auch als alternative Heilverfahren bezeichnet werden), ergänzend (fett i. O., Anm. UD-B) zur Schulmedizin (u. nicht anstatt dieser) eingesetzt. Dabei wird versucht, eine vorwiegend pathogenetisch orientierte Sichtweise zu ergänzen od. zu ersetzen durch eine Sichtweise, die Autoregulation u. Selbstheilungskräfte des Patienten betont.“ (Pschyrembel, 1996, S. 157)</p>
<p><strong>Der Grundgedanke der Komplementärmedizin baut auf dem Aspekt des holistischen Konzeptes auf.</strong> Dies gilt für alle Therapiemethoden, die im Pschyrembel als Sammelbegriff für alternative Heilverfahren bezeichnet werden. Zu diesen Methoden können die Naturheilkunde, Hypnose, Autogenes Training und die Erfahrungsheilkunde gezählt werden. Gemeinsame Aspekte dieser Therapiemethoden sind somit:<strong><br />
•	Behandlung des gesamten Organismus vor einer Organbehandlung<br />
•	Aktivierung und Förderung der Autoregulation und der Selbstheilungskräfte vor einer medikamentösen Behandlung von gestörten Organfunktionen<br />
•	Unschädlichkeit der Therapie<br />
•	das Maß für den Therapieerfolg ist die subjektive Befindlichkeit der PatientInnen</strong> (vgl. Pschyrembel, 1996, S. 124) </p>
<p><strong>Ganzheitsmedizin wird definitionsgemäß als holistische Medizin bezeichnet, die sich für alle Bereiche des Menschen, für Körper, Seele und Umwelt, mit Betonung auf Individualität, bemüht. Mit dem Begriff Ganzheitsmedizin wird die ganzheitliche Betrachtung des Menschen verstanden</strong> (vgl. Pschyrembel, 1996, S. 103). </p>
<p>Die theoretischen Grundlagen der <strong>Erfahrungsmedizin</strong> stützen sich auf tradierte Modelle wie die Ethnomedizin, die Geisteswissenschaft, wie zum Beispiel die anthroposophische Medizin, die Reizkörpertherapie, wie Schröpfen oder Moxibustion, und die Spekulation, wie die Bioresonanztherapie (vgl. Pschyrembel, 1996, S. 81).<br />
<strong>Naturheilkunde</strong> bezeichnet die Lehre von der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten unter Einsatz von naturbelassenen Heilmitteln. Solche sind physikalische Reize wie Licht, Luft, Wärme, Kälte, Bewegung und Ruhe, pflanzliche und natürliche Arzneistoffe (Phytotherapie) sowie psychosoziale Faktoren (Gespräch), Ernährung und Lebensführung (vgl. Pschyrembel, 1996, S. 206).<br />
Auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit wird der Begriff der Komplementärmedizin dahingehend definiert, dass darunter Therapieformen zu verstehen sind, die ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden.<br />
<strong>Ein zentraler Aspekt des komplementärmedizinischen Denkens gilt der Gesunderhaltung.</strong><br />
Obwohl es für manche Methoden keine klaren Nachweise im Sinne der konventionellen Medizin gibt, gilt dieses Fehlen des Wirksamkeitsnachweises nicht gleichzeitig als Beweis für Unwirksamkeit. Auch komplementärmedizinische Methoden müssen evaluiert werden (vgl. http: Bundesministerium für Gesundheit, o. S., o. J.).</p>
<p>Die Weltgesundheitsorganisation – World Health Organization (WHO) definiert Komplementärmedizin als ein breites Spektrum von Heilmethoden, die nicht Teil der Tradition des jeweiligen Landes sind und nicht in das dominante Gesundheitssystem integriert sind. Sie ist Diagnose, Behandlung und Prävention und ergänzt die Schulmedizin (vgl. http: WHO, o. S., o. J.).</p>
<p>Im englischen Sprachraum hat man sich vor Jahren bei der Gründung des National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM) am National Institute of Health (NIH) in den USA auf „Complementary and Alternative Medicine“ kurz CAM geeinigt, da dieser Begriff eine Anwendung dieser Heilmethoden eher als Zusatz zur Schulmedizin impliziert und weniger als Alternative gemeint ist oder an die Stelle der Schulmedizin tritt (vgl. http: NCCAM, o.S., 2010).</p>
<p>1997 wurde die EU-Kommission durch das Europäische Parlament veranlasst, eine Regelung für komplementäre und alternative Medizin zu finden. Dies wurde mit der Gründung der Europäischen Föderation, der European Federation for Complementary and Alternative Medicine (EFCAM), die sich als Plattform für die Interessen von Patientinnen/Patienten und AnbieterInnen, sowie ForscherInnen auf dem Gebiet der CAM versteht, bewirkt (vgl. http: EFCAM, o. S., o. J.).</p>
<p>Der Begriff CAM bezieht sich auf Therapieformen, die sich zum Teil überschneiden oder die Grenzen fließend sind. </p>
<p>In Österreich steht der Begriff der Ganzheitsmedizin der Komplementär- und Alternativmedizin gegenüber. Die Naturheilkunde hat als Traditionell Europäische Medizin (TEM) Eingang in die Schulmedizin gefunden und wird interdisziplinär angewendet. Traditionelle Heilwesen und moderne Varianten beinhalten ebenso energetische wie auch spirituelle Ansätze (vgl. http: SHIATSU- AUSTRIA, o. S., o. J.).<br />
Physikalische Therapiemethoden und Bewegungsprogramme sind Alltag in der Rehabilitation und Kurmedizin.</p>
<p>Neu ist die Bezeichnung Integrative Medizin. Der Begriff soll die Verbindung von konventioneller und komplementärer Medizin „unter Einbindung aller heilkundlich und wissenschaftlich Tätigen, sowie Institutionen und auch der Patienten“ (http: integrativmedizin, o. S., o. J.) verdeutlichen. Es finden sich in der medizinischen Literatur vermehrt Begriffskorrekturen von ehemals komplementär- und ganzheitsmedizinischen hin zu integrativen Bezeichnungen. Besonders in den USA, aber auch zunehmend in Europa findet eine Umbenennung statt. Harald Walach, Professor für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde, versteht unter Integrativer Medizin den nicht sehr geglückten Versuch, Schulmedizin und Komplementärmedizin zu verbinden, wobei die wirksamen und brauchbaren alternativ-komplementärmedizinischen Methoden in die Schulmedizin integriert werden (vgl. Walach, 2010, S. 4). </p>
<p>Edzard Ernst, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation und als Inhaber des Laing Lehrstuhls in Großbritannien erster Professor für Alternativmedizin, hat bereits 1995 Komplementärmedizin als eine Methode, die Diagnose und Behandlung der Schulmedizin durch einen Beitrag zum gemeinsamen Ganzen ergänzt, definiert. Komplementärmedizin erfüllt für ihn weiterreichende Ansprüche und erweitert das Begriffsverständnis der konventionellen Medizin (vgl. Ernst, 1995, S. 506).</p>
<p>1987 organisierte die Stadt Wien unter dem Titel „Ganzheitsmedizin“ einen Kongress, an dem VertreterInnen aller medizinischen Richtungen teilnahmen. Ziel war es, eine Hilfestellung zur Kooperation von primär naturwissenschaftlich ausgebildeten und praktizierenden Ärztinnen/Ärzten mit Vertreterinnen/Vertretern verschiedener komplementärer Methoden einschließlich einer seriösen Diskussion zu bieten. Auf diesem Kongress wurde die Gründung der „Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin“ (gamed) beschlossen, die 1990 ihre Tätigkeit aufnahm (vgl. Stacher, 2000, S. 6). </p>
<p>Um von Anfang an klar zu stellen, dass es sich bei dem Begriff Ganzheitsmedizin nicht als eine Alternative zur Schulmedizin handelt, wurde bei der Gründung der gamed Ganzheitsmedizin folgendermaßen definiert:<br />
<strong>Ganzheitsmedizin umfasst sowohl die naturwissenschaftlich ausgerichtete Universitäts-(„Schul“-)Medizin als auch die Erfahrungsheilkunde mit ihren komplementären Methoden unter besonderer Berücksichtigung der psychischen und geistigen Aspekte. Sie ist kein Fachgebiet, wie es oft fälschlich verstanden wird, sondern ein Signal für eine umfassende und der Methodenvielfalt gegenüber tolerante Medizin, die den Menschen und nicht allein die Krankheit oder ein Organ in den Mittelpunkt des ärztlichen Denkens und Handelns stellt.</strong> (Stacher, 2000, S. 6, kursiv i. O., Anm. UD-B)</p>
<p>Zwei unterschiedliche Denkmethoden werden in dieser Definition berücksichtigt:<br />
1.	die naturwissenschaftliche Methode, basierend auf physikochemischen Messungen<br />
2.	die psychologisch-hermeneutische Methode, die als Schlüssel der Wirksamkeit das Zusammenwirken von der Person des Arztes/Ärztin und der angewendeten Methode, die derzeit noch keine naturwissenschaftliche Erklärung gefunden hat, versteht (vgl. Stacher, 2000, S. 6)</p>
<p>Ziel der Akademie ist es, eine vorurteilslose Diskussion und Zusammenarbeit von Vertretern aller Richtungen herzustellen. Rückblickend kann festgestellt werden, dass Ressentiments zwischen den verschiedenen Gruppen vermindert wurden, sodass heute eine Basis für Kooperationen vorhanden ist (vgl. Stacher, 2000, S. 7).<br />
Um die unterschiedlichen Begriffsbezeichnungen und Korrekturen aufzuzeigen, ist die gamed ein deutliches Beispiel der ständig wechselnden Definitionen. Heute ist die gamed<br />
als Kompetenzzentrum für Integrative Medizin der ganzheitlichen Sichtweise aller körperlichen, psychischen und geistigen Bereiche des Menschen in Gesundheit und Krankheit verpflichtet (http. gamed, o. S., o. J.).</p>
<p>Die Begriffe Komplementärmedizin und Ganzheitsmedizin zielen darauf ab, dass diese Therapieverfahren von Ärztinnen/Ärzten durchgeführt werden (sollten) (vgl. Damen-Barakat, 2011, S. 8- 13).</p>
<p>Artikel aus: Damen-Barakat,Ursula Christa,(2011)<br />
&#8220;Motivforschung zum Zugang zur Komplementärmedizin. Welche intrinsischen und extrinsischen Beweggründe führen zur Inanspruchnahme komplementärmedizinischer Therapieverfahren?&#8221; </p>
<p>Zentrum für Ganzheitsmedizin und Gesundheitsberatung im Annenhof<br />
Med.Rat Dr. Maher Damen-Barakat<br />
Leopold Gattringerstr. 63<br />
2345 Brunn am Gebirge<br />
Tel.: 02236/315086 oder 0676 5230801<br />
www.holopathie.at</p>
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